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Ein Weltkulturerbe neben dem anderen – auf geht`s nach Trier!

Da Trier die älteste Stadt Deutschlands sein soll, ist diese Stadt einen Ausflug wert. Zumal hier wunderschöne römische Baudenkmäler und der Trierer Dom mit der Liebfrauenkirche zu finden sind. All diese Bauten sind seit 1986 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Wenn man dann schon den weiten Weg nach Rheinland-Pfalz macht, kann man auch noch einen Abstecher nach Speyer wagen und ein weiteres Weltkulturerbe besichtigen: den Speyerer Dom.

Autobahnschild nach Trier

Autobahnschild nach Trier

Wenn man von München nach Trier fahren möchte, hat man Glück, wenn man mit dem Auto fahren kann. Mit dem Zug ist eine angemessene Fahrtzeit nur mit dem IC zu erreichen, der vergleichsweise sehr teuer ist (Außer man hat schon länger geplant und sich eines dieser deutschlandweiten Spartickets für 29,90€ besorgt).
Von München aus nimmt man die Stuttgarter Autobahn. Wenn man nicht über Karlsruhe fahren möchte wegen der vielen Baustellen und Unfälle, kann man auch den etwas weiteren Weg über Heilbronn nehmen. Anschließend Richtung Mannheim und Kaiserslautern geht es direkt nach Trier. Reine Fahrtzeit kann man etwa fünf bis sechs Stunden einplanen. Wer also gemütlich gegen 11:00 Uhr vormittags in München startet, ein paar Pausen auf der Autobahn bedenkt, kann etwa um 18:00 Uhr in Trier ein Zimmer suchen.
Vielleicht nicht das billigste, aber für echte Wurstfans wohl das beste, ist das Hotel Pieper. Dieses Hotel hat nämlich noch eine Metzgerei angeschlossen und auf dem Gang riecht es nach frisch Geräuchertem. Es befindet sich in der Thebäerstraße in der Nähe des Bahnhofs. Drei Personen können hier für 115 Euro übernachten. Die Zimmer sind in Ordnung, es gibt auch einen Fernseher. Im Preis inbegriffen ist ein Frühstücksbuffet mit Wurst aus eigener Herstellung.

Hotel Pieper

Hotel Pieper

Hat man eingecheckt, wird es auch schon langsam dunkel, weshalb man die Sehenswürdigkeiten lieber auf den nächsten Tag verschiebt. Aber Trier hat ja noch mehr zu bieten: eine sehr nette Kneipe ist das „Simplicissimus“ in der Straße „Am alten Theater“. Hier treffen sich junge Leute, auch wenn die Hälfte draußen beim Rauchen steht. Es gibt Bitburger und Malzbier, eine unglaubliche Auswahl an günstigen und guten Schnäpsen und auch Getränke aus der Vergangenheit: zum Beispiel „Mulsum“; das ist ein Wein mit Gewürzen, den man heiß oder kalt genießen kann.
Das Rezept stammt aus der Römerzeit. Wer nicht zum Rauchen ständig nach draußen gehen möchte, kann auch in die nicht weit entfernte Sportsbar umziehen, in der man rauchen darf.

Nach einem stärkendem Frühstück am nächsten Morgen, kann das Sightseeing losgehen. Am besten beginnt man an der Porta Nigra, dem römischen Stadttor aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Man findet das Stadttor, wenn man die Thebäerstraße bis zur Theodor-Heuss-Allee geht, in die man rechts einbiegt und ihr folgt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erhebt sich die Porta Nigra.

Porta Nigra

Porta Nigra

Geht man weiter in die Fußgängerzone, kommt man am Dreikönigenhaus in der Simeonstraße vorbei. Hier handelt es sich um ein wunderschönes frühgotisches Wohnhaus aus dem Jahre 1230. Der Eingang lag im ersten Stock, so dass die Bewohner bei Gefahr die Zugtreppe einfach einziehen konnten.

Dreikönigenhaus

Dreikönigenhaus

Weiter die Straße entlang gelangt man auf den mittelalterlichen Hauptmarkt mit der „Steipe“, ein Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert, der Kirche St. Gangolf und dem Marktkreuz. Das Markkreuz verlieh Erzbischof Heinrich I. im Jahr 958.

Kirche St. Gangolf, Steipe und Marktkreuz

Kirche St. Gangolf, Steipe und Marktkreuz

Geht man links die Sternstraße weiter, stößt man direkt auf den Trierer Dom und die Liebfrauenkirche. Der Dom stammt aus dem vierten Jahrhundert und ist sehr prächtig. Er soll angeblich das Gewand Christi beherbergen, man kann es allerdings nicht besichtigen. Die Liebfrauenkirche wurde im April restauriert und konnte nur von außen besichtigt werden.

Trierer Dom

Trierer Dom

Jetzt geht`s weiter die Liebfrauenstraße entlang bis zur nächsten Hauptstraße: auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Konstantin-Basilika mit dem Kurfürstlichen Palais, dem Palastgarten und den Kaiserthermen. Die Basilika ist von gigantischer Größe, aber kaum geschmückt, da sie ein evangelisches Gotteshaus ist.

Basilika, Palastgarten, Kurfürstlicher Palais und Kaisertherme

Basilika, Palastgarten, Kurfürstlicher Palais und Kaisertherme

Wenn man am gleichen Tag noch nach München zurückkehren möchte, sollte man sich langsam auf den Weg machen. Auf dem Rückweg kann man aber noch einen Abstecher über Speyer machen. Der Speyerer Dom befindet sich in der Fußgängerzone. Man sieht ihn schon von weitem, wenn man von der Autobahn Richtung stadteinwärts
fährt. Obwohl er katholisch ist, ist er nicht so stark geschmückt wie der Trierer Dom. Aber auf alle Fälle einen
kleinen Umweg wert.

Speyerer Dom

Speyerer Dom

Routenplaner

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